Exkursion nach Brüssel mit dem Europahaus Leipzig

24.11.2017 -  

Brüssel

 


 

Mehr oder weniger ausgeschlafen machten wir uns am Morgen des 19.11.2017 auf den Weg nach Brüssel. Nach acht Stunden Fahrt erreichten wir ohne weitere Probleme unser Hostel, das glücklicherweise direkt im Zentrum der Stadt lag. Die Zimmer wurden betrachtet und für gut befunden, die Betten wurden bezogen und dann machten wir uns vor dem Schlafengehen noch auf eine kleine Entdeckungstour in die Stadt auf.

Am nächsten Morgen stand zunächst eine „alternative“ Stadtführung auf dem Plan. In zwei Gruppen aufgeteilt erkundeten wir den berüchtigten Stadtteil Molenbeek. Obwohl Regen und schneidender Wind die Tour nicht gerade angenehmer machten, gingen die drei Stunden erstaunlich schnell vorbei. Unsere Guides zeigten uns jede Menge interessanter Ecken, erzählten authentische Anekdoten über die Bewohner des Viertels und stellten kreative Initiativen vor. Nach einem kurzen Mittagessen ging es dann zum Haus der Europäischen Geschichte. Das kürzlich eröffnete Museum begeisterte (fast) alle. Mithilfe eines Tablets konnte sich jeder und jede individuell informieren – die sechs Etagen des Museums behandelten die Europäische Geschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Später liefen wir dann fünf Minuten bis in den naheliegenden Ausschuss der Regionen. Dort erfuhren wir in einem Vortrag, welche Aufgabenbereiche der Ausschuss der Regionen betreut und konnten individuell Fragen stellen. Beeindruckt waren wir vom Vortragsraum, in dem jeder Studierende ein eigenes Mikrofon und Bildschirm bekam. Da fühlte man sich fast schon als Mitglied des Ausschusses. Das Abendprogramm stand zu großer Freude immer zur eigenen Verfügung.

Nach dem Frühstück – mit Spekulatius-Brotaufstrich – fuhren wir am Dienstag mit dem Bus zur Europäischen Kommission. In einem ähnlich beeindruckenden Raum wurden wir zuerst durch ein Video von unserem deutschen Kommissar Günther Oettinger und dann durch einen Referenten begrüßt. Diesmal hießen die Vortragsthemen „Die Europäische Kommission als politische Exekutive der EU“ beziehungsweise „Die Sozialpolitik der EU“. Und wieder machten wir unserem Ruf als intelligente, kritisch nachhakende Studierende alle Ehre. Nachmittags wurden wir mit polizeilicher Unterstützung in das Gebäude der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union hineingeschleust. Dort wartete eine Referentin aus dem Justizministerium auf uns, die uns einen Einblick in die Arbeit der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik gewährte. Zu guter Letzt wurden wir beim Wirtschafts- und Sozialausschuss willkommen geheißen. 

Mit Kaffee intus wurden auch hier konstruktive Fragen zur Effektivität des Ausschusses gestellt, die mehr oder minder befriedigend beantwortet wurden.

 

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Am Mittwoch konnten wir ein wenig länger schlafen, dann hieß es um 10 Uhr bei der Landesvertretung Sachsen bei der Europäischen Union zu sein. Die Leiterin des Referats stellte in einem Gespräch mit uns ihre Arbeit vor – und natürlich wurde unsere Anwesenheit für den Wochenspiegel der Landesvertretung mit einem Gruppenfoto dokumentiert. 

Ein kleiner Mittagssnack beim nächsten Exki und weiter ging’s zum Europäischen Parlament. Ein Vertreter des Besucherdienstes hielt einen Vortrag über die Europäische Idee und die Arbeit des Parlaments. Dann durften wir doch tatsächlich live miterleben, wie Delegierte im Plenarsaal diskutieren. Highlight waren die Kopfhörer, die an jedem Platz lagen. Hatte man den richtigen Kanals ausgewählt, konnte man den Worten der Parlamentsabgeordneten auf Deutsch, Englisch,  Französisch und vielen weiteren Sprachen lauschen. Abends im Hostel besuchte uns Sören Herbst, Mitglied des Ausschusses der Regionen und des Stadtrats in Magdeburg, für eine Diskussion.

Wolfgang Pleyer diskutierte am Donnerstagmorgen mit uns über europaskeptische Parteien im EU-Parlament und dann mussten wir unsere Zimmerkarten auch schon wieder abgeben. Die fünf Seminartage waren wie im Flug vergangen und wir befanden uns bereits im Bus zurück nach Magdeburg. Die Studienfahrt hat uns einen authentischen Einblick in die Arbeit der Europäischen Union gegeben. Und sicherlich hat der ein oder andere schon Pläne gemacht, in einiger Zeit ein Praktikum in der „European Bubble“ zu absolvieren. An dieser Stelle möchten wir Studierenden uns noch einmal ganz herzlich für die tolle Organisation durch Wolfgang Pleyer und Christian Dietz vom Europahaus Leipzig bedanken. Und natürlich bei unserer Frau Dr. Samostyan! Nous aimons Bruxelles!

Am 9. und 10. November 2017 haben fünfzehn Studierende unseres Studiengangs an einer Exkursion zur Stanford Villa in Berlin teilgenommen. Antonia Tajani, Präsident des Europäischen Parlaments hielt im Allianzforum am Brandenburger Tor eine Rede über die Zukunft Europas und stand am Ende sogar für Fotos bereit. Am nächsten Tag gaben Prof. Dr. Ulrich Brückner, Jean Monnet Professor für European Studies der Stanford University und Prof. Dr. Eva Heidbreder, Leiterin unseres Lehrstuhls, in der Bundeszentrale für politische Bildung weitere Denkanstöße. Zuletzt hatten die Studierenden die Chance mit Richard Kühnel zu sprechen. Als Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland schilderte er die Arbeit seiner Institution tiefgehend und ging auf die Fragen der Studierenden ausgiebig ein. Wir kehren aus Berlin mit vielen interessanten konstruktiven Eindrücken zurück und danken allen Beteiligten und Organisatoren für ihre Unterstützung!

 


 

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